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Kau- und Schluckstörungen

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17.06.2022
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Kau- und Schluckstörungen betreffen nicht nur ältere Menschen

Häufig werden Kau- und Schluckstörungen als eine Einheit gesehen. Es handelt sich hierbei jedoch um zwei unterschiedliche Beeinträchtigungen. Es betrifft nicht nur Senioren, sondern kann in jedem Alter auftreten. Auch wenn mit 16-22% der Anteil der Menschen über 55 Jahren recht groß erscheint, sind die Ursachen hierfür nicht nur rein altersbedingt zu betrachten. Beide Erkrankungen führen jedoch unweigerlich in eine Mangelernährung, die vor allem im Alter ein gravierendes Problem darstellt.

Kaustörungen werden durch Beeinträchtigung der Zähne oder des Mundraums verursacht, wohingegen Schluckstörungen meist als Ursachen von Krankheiten hervorgerufen werden.

Die häufigsten Gründe für Kaubeschwerden sind beispielsweise Zahnverluste, schlecht sitzende Prothesen, Druckstellen im Mund, Karies Entzündungen am Zahnfleisch, Mundtrockenheit oder auch Schwächung der Kaumuskulatur. Auswirkungen hat das vor allem auf die Nährstoffaufnahme, da die Speisen nicht gründlich zerkleinert werden und bei der Verdauung die Ausnutzung der Nahrung erschwert wird. Es können Vitamin- und Mineralstoffmangel für den Körper entstehen.

Die Schluckstörung wird auch als Dysphagie bezeichnet. Speichel, Nahrung oder Getränke können nur schwer von der Mundhöhle zum Magen befördert werden. Auslöser einer Dysphagie sind vorrangig
Bewusstseinsstörungen durch Schlaganfall oder Demenz, schlechter Zahnzustand durch Tumorerkrankungen oder Entzündungen im Mund, Rachen und Speiseröhre oder auch neurologische Erkrankungen wie Parkinson. Auf den Körper wirkt sich eine Dysphagie ebenfalls mit einer
Mangelernährung und daraus folgender Vitamin-/Mineralstoffdefizite aus. Weiterhin kommt es zu Austrocknung (Dehydratation), weil nicht genügend Flüssigkeit aufgenommen wird, z.B. aus Angst sich zu verschlucken. Wenn durch Verschlucken dann Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die unteren
Luftwege gelangen, führt dies zu Lungenentzündungen und damit zu einer ernsthaften Gesundheitsgefährdung.

Die Schwere einer Schluckstörung kann in unterschiedlich starker Form
auftreten:

Stufe 1 Schwere Dysphagie mit hohem Risiko, Nahrung in die Atemwege zu bekommen
Stufe 2 Mittlere Schluckstörung mit mäßigem Risiko, Nahrung in die Atemwege zu bekommen
Stufe 3 Leichte Dysphagie mit geringem Risiko, Nahrung in die Atemwege zu bekommen
Stufe 4 Keine bis sehr leichte Dysphagie

Je nach Stufe können dementsprechend verschiedene Lebensmittel zu sich genommen werden. Hierbei kommt es vor allem auf die Konsistenz an:

Von Suppen, Pürees oder angedickter Saft über weich gekochtes Gemüse, Eintöpfe, Suppen bis hin zu weichem Brot oder faserarmem Fleisch.

Neben der Konsistenz sollten aber auch Faktoren wie Säuregehalt, Schärfe/Würzung oder Schleimbildung bei der Lebensmittelauswahl beachtet werden.


Die BLF bietet ein spezielles Lebensmittelkonzept an, welches auf die Erfordernisse bei Dysphagieerkrankungen abgestimmt ist: passierte Kost im SMARTpaq.
 

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