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„Plant-Based“, „Vegetarisch“ und „Vegan“ kurz erklärt

08.01.2026

Immer häufiger stolpert man in Supermärkten, Restaurants oder auf Social Media über die Begriffe „plant-based“, „vegetarisch“ und „vegan“. Auf den ersten Blick scheinen sie dasselbe zu bedeuten – doch bei genauerem Hinsehen steckt hinter den Begriffen jeweils eine eigene Philosophie. 

„Plant-based“ oder „pflanzenbasiert“ ist in erster Linie ein Ernährungsansatz mit Gesundheitsfokus. Im Mittelpunkt stehen pflanzliche, möglichst unverarbeitete Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Tierische Produkte sind dabei nicht zwingend ausgeschlossen. Ziel ist es, durch eine überwiegend pflanzliche Ernährung das persönliche Wohlbefinden zu steigern und das Risiko für chronische Erkrankungen zu senken. 

„Vegetarisch“ bezeichnet eine Ernährungsweise, bei der der Verzehr von Fleisch und Fisch vermieden wird, jedoch weiterhin tierische Produkte wie Milch, Käse und Eier erlaubt sind. Diese Form der Ernährung wird häufig aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen gewählt. Vegetarier/innen tragen ebenfalls zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei, allerdings ohne auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Der Unterschied zu veganer oder pflanzenbasierter Ernährung liegt in der Beibehaltung einiger tierischer Produkte.

„Vegan“ beschreibt eine Lebensweise, die weit über die Ernährung hinausgeht. Menschen, die sich vegan ernähren, verzichten nicht nur auf Fleisch, Fisch, Eier oder Milchprodukte, sondern meiden grundsätzlich alle Produkte tierischen Ursprungs – von Leder über Wolle bis hin zu Kosmetik, die Tierversuche beinhaltet. Der Begriff hat einen klaren ethischen Anspruch: Tierleid soll vermieden werden. 

Doch die Unterschiede betreffen nicht nur die Motivation: Auch Umweltaspekte spielen eine Rolle. Studien zeigen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung dazu beitragen kann, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, Artenvielfalt zu schützen und die globale Ernährungssicherheit zu stärken. Besonders in Europa könnte ein vermehrter Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte die Umweltbilanz deutlich verbessern. Marketing und Wahrnehmung spielen ebenfalls eine Rolle. Viele Konsument/innen empfinden den Begriff „plant-based“ als weniger radikal und sind daher eher bereit, Produkte mit diesem Label auszuprobieren. Das eröffnet Chancen für Unternehmen, die nachhaltige Alternativen anbieten möchten. Schulen, Kantinen und Betriebe können ebenfalls einen Beitrag leisten: Pflanzliche Gerichte sind oft einfacher zuzubereiten und günstiger als fleischhaltige Mahlzeiten und fördern gleichzeitig Ernährungsbewusstsein, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ob aus ethischen Gründen, zur Gesundheitsvorsorge oder für den Umweltschutz – pflanzenbasierte Ernährung, Veganismus und Vegetarismus bieten jeweils eigene Vorteile. Wer genau hinschaut, erkennt, dass alle drei Ansätze auf ihre Weise zu einer nachhaltigeren und bewussteren Ernährung beitragen können.

Quelle: https://www.biofach.de/de-de/wissen-inspiration/2023/artikel/plant-based-vs-vegan-unterschied